Nach Hitze in Leipzig: LVB erarbeiten Hitzeplan – erste Maßnahmen zeigen Wirkung
von Antje Friedrich | 17.08.2026
von Marc Backhaus | 14.09.2026
Nach den schweren Schäden am Schienennetz der LVB nach der Hitze im Sommer 2026 hat der TÜV SÜD Rail seinen Abschlussbericht vorgestellt. Das Ziel: Lehren aus dem Vorfall ziehen und das Netz klimaresilienter machen
Der TÜV SÜD Rail untersuchte im Auftrag der LVB unter anderem Bauakten, führte Materialprüfungen im Labor durch und nahm Fugen visuell unter die Lupe.
Zentrale Erkenntnis: Es gab nicht die eine Ursache. Vielmehr führten extreme Rekordhitze über mehrere Tage und die starke Belastung der Gleise durch den Auto-, Lkw- und Busverkehr zu den massiven Schäden.
Der TÜV empfiehlt weiterhin den Einsatz von bituminöser Fugenmasse. Fordert jedoch eine strengere Baukontrolle und Optimierungen – etwa, dass Fugen tiefer unter dem Schienenkopf eingebaut werden. Zudem wird geprüft, ob die Fugenmasse künftig mit Kunststoffgranulat veredelt werden kann.
Der Deutsche Wetterdienst verzeichnete 2026 den zweitwärmsten Sommer seit Messbeginn. Die Erkenntnisse des Gutachtens fließen nun direkt in unseren Hitzeplan ein:
„Wir werden uns weiter systematisch mit den Auswirkungen des Klimawandels beschäftigen und gemeinsam mit Experten nach zukunftsfähigen Lösungen suchen."