Schornstein ade

Mit dem Schornstein an der Arno-Nitzsche-Straße verschwindet das höchste Wahrzeichen der Braunkohle-Ära in Leipzig. Ende des 19. Jahrhunderts begann hier mit einem Gaswerk die Energieversorgung, die seitdem kontinuierlich modernisiert wird. Auch jetzt entstehen in Leipzig moderne, umweltfreundliche Anlagen wie unser neues Heizkraftwerk Süd, damit die Energieversorgung stets sicher bleibt.

Leider muss der ursprünglich für den 15. September geplante Termin zur Schornsteinsprengung verschoben werden. Zeitnah informieren wir an dieser Stelle über den neuen Termin.

Die Informationsveranstaltung für Anwohner findet wie geplant am 8. September statt.

Abschied vom 170-Meter Riesen

Im Zuge der Energiewende verabschieden wir uns von dem seit über 25 Jahren nicht mehr genutzten Schornstein auf dem Gelände an der Arno-Nitzsche-Straße. Maßgeblich für die Entscheidung waren sicherheitstechnische und finanzielle Gründe. Auch eine Nachnutzung ist nach längerer Prüfung wirtschaftlich nicht tragfähig. So erfolgt nach umfassender Begutachtung und Bewertung durch unsere Expertinnen und Experten ein Abbruch im Herbst diesen Jahres.

Schornsteinsprengung live im Internet

Eine Sprengung wie diese sieht man nicht alle Tage. Wegen der strengen Sicherheitsbestimmungen und der zu erwartenden hohen Staubentwicklung ist es aber nicht möglich, die Sprengung vor Ort zu sehen. Dafür übertragen wir das Ereignis live im Internet. Der Livestream steht dann hier an dieser Stelle zur Verfügung.  

Der Schornstein aus der Luft

Illustration verschiedener Anlagen zur Energiegewinnung

Gemeinsam für Leipzigs Energie-Zukunft

Als kommunales Energieunternehmen gestalten wir gemeinsam mit den Leipzigerinnen und Leipzigern die Entwicklung unserer Stadt als moderner, lebenswerter und nachhaltiger Lebensraum. Mit einem breiten Technologiemix sorgen wir bereits heute für umweltfreundlich erzeugte Energie. Neue Technologien wie das Heizkraftwerk (HKW) Leipzig Süd und ein breit ausgebautes Fernwärmenetz ebnen diesen Weg und machen Leipzig stark für die Zukunft. 

Um neue zukunftsfähige Technologien voranzubringen, bereiten wir uns heute schon auf die Zukunft vor.

Illustration Faltsprengung durch Dreifach-Faltung

So wird die Sprengung durchgeführt

Ulrike Matthes, Sprengmeisterin der Thüringer Sprenggesellschaft, führt die sogenannte Faltsprengung durch. Hierbei wird der Schornstein durch eine Dreifach-Faltung mit wechselseitig geöffneten Sprengmäulern in Nord-Süd-Richtung niedergeführt. Insgesamt detonieren rund 100 Kilogramm Sprengstoff. Das Abriss-Konzept setzt eine Evakuierung in einem Radius von rund 200 Metern voraus. Die Anschlussarbeiten werden bis ca. 20 Wochen nach Abbruch ausgeführt, mit Arbeitszeiten wochentags zwischen 7 und 16 Uhr. Mehr Infos zur Sprengung können in unserem Blog nachgelesen werden.

Historisches Bild vom Schornstein auf dem Gelände der Leipziger Stadtwerke in der Arno-Nitzsche-Straße 35

Energiegeschichte in Connewitz

Ab 1885 stand auf dem Gelände an der Arno-Nitzsche-Straße 35 das Leipziger Gaswerk H mit damals noch vier Gasometern. Zu DDR-Zeiten wurde es durch ein Braunkohle-Heizwerk ersetzt, das 1996 den Betrieb einstellte. Heute hat dort unter anderem die Stadtwerke-Tochterfirma Netz Leipzig ihren Sitz. Im Jahr 2014 errichteten die Leipziger Stadtwerke hier neun große Wärmespeicher. In direkter Nachbarschaft ragt der mächtige Schornstein seit mittlerweile 25 Jahren ungenutzt in die Höhe. „Mit dem 170-Meter-Riesen verschwindet der größte Schornstein im Leipziger Stadtraum. Gleichzeitig wuchs jetzt im Süden ein neuer Hingucker in die Höhe: der 60 Meter hohe Wärmespeicher unseres neuen Heizkraftwerkes (HKW) Leipzig Süd, das in diesem Jahr ans Netz geht.

Kontakt

Bei Fragen sind wir unter der E-Mail-Adresse schornstein@L.de erreichbar.

nach oben