Wasserinhaltsstoffe

Trinkwasser ist ein Naturprodukt

Die Leipziger Wasserwerke versorgen in Leipzig und der Region mehr als 700.000 Menschen täglich mit frischem Trinkwasser. Dafür betreiben sie im Muldetal bei Naunhof und Wurzen vier Großwasserwerke, die drei Viertel des täglich benötigten Trinkwassers fördern. Mit rund 7.200 Trinkwasserproben jährlich schauen die Wasserwerke besonders intensiv auf die Qualität und Beschaffenheit des Trinkwassers.

Vorsorge statt Nachsorge: Nitratgehalt deutlich unter Grenzwert

Das Thema Schutz des Grundwassers als Ressource zur Trinkwassergewinnung beschäftigt auch die Leipziger Wasserwerke. Seit über 25 Jahren betreiben sie in den Wassereinzugsgebieten streng ökologische Landwirtschaft unter dem Primat des Trinkwasserschutzes. Und dies mit Erfolg: So werden die Grenzwerte für Nitrat von 50 Milligramm pro Liter seit Jahren um die Hälfte unterboten. Und die ökologische Flächennutzung hat noch einen weiteren wünschenswerten Effekt – die Erhaltung der arten- und strukturreichen Landschaft. Eine aktuelle Studie des WWF ignoriert dieses Engagement gänzlich.

Bio-Vorzeigebetrieb Wassergut Canitz

Auch der Ökoanbauverband Bioland, dem das Wassergut Canitz angehört, schätzt die Arbeit im Muldetal: „Die jüngste Studie des Umweltbundesamtes zeigt, dass bundesweit bei Messstellen über 27 Prozent der Grundwasserkörper den derzeitigen Grenzwert bei Nitrat überschreiten. Das Wassergut Canitz hat in den vergangenen 25 Jahren durch die Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise seine Nitratwerte stark senken können. Wir sehen hier einen Bio-Vorzeigebetrieb, der den Biolandbau mit guten Erträgen und Ressourcenschutz verbindet“, sagt Uwe Becherer, Teamleiter des Bioland Landesverbandes Ost und führt aus: „Hier erleben wir die Vorzüglichkeit des Ökolandbaus, denn das Wassergut Canitz sichert nicht nur gutes Trinkwasser, sondern auch Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt.“
Wie die Leipziger Wasserwerke mit Hilfe der ökologischen Landwirtschaft Leipzigs Trinkwasser schützen, finden Sie hier.

Mineralstoffe im Leipziger Trinkwasser*

Das Leipziger Trinkwasser enthält von Natur aus lebenswichtige Mineralstoffe. Diese sind für den Körper unverzichtbar, zum Beispiel für die Funktion von Muskeln und Nerven oder den Aufbau von Knochen und Zähnen.

Am besten decken Sie den Mineralstoffbedarf über eine gesunde, ausgewogene Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr – am besten mit frischem Trinkwasser.

Mineralstoff

in mg/l

Grenzwert in mg/l

Calcium

85

Chlorid

53

250

Eisen

0,019

0,200

Kalium

5,4

Magnesium

16

Natrium

32

200

* Jahresdurchschnittsanalyse 2020: ausgewählte Werte für Wasserversorgungsanlage Probstheida

Die vollständige Analyse des Leipziger Trinkwasserwassers erhalten Sie hier.

Erfahren Sie mehr über die Mineralstoffe im Trinkwasser

Das Spurenelement Eisen ist unter anderem für den Sauerstofftransport im Körper und für die Blutbildung zuständig. Der Sauerstoff ist an das Eisen in den roten Blutkörperchen gebunden und wird über den Blutkreislauf im Körper verteilt. Müdigkeit und Konzentrationsmangel können auf einen Eisenmangel hinweisen.

Bis 1.500 Gramm dieses Mineralstoffs trägt ein Erwachsener in sich, wobei 99 Prozent in den Knochen und Zähnen stecken. Calcium stärkt das Skelett, spielt eine wichtige Rolle bei der Arbeit der Muskeln, der Blutgerinnung, dem Herzrhythmus und unterstützt wichtige Stoffwechselvorgänge. Ein Mangel kann sich in Muskelkrämpfen und Osteoporose zeigen.

Bekannt ist Magnesium vor allem als Muskel- und Nervenmineralstoff. Es findet sich größtenteils im Skelett und in der Muskulatur, aber auch zwischen den Körperzellen. Magnesium aktiviert Enzyme, insbesondere die des Energiestoffwechsels, unterstützt die Funktion des Nervensystems und spielt eine wichtige Rolle für gesunde Muskeln und Knochen. Ein Mangel an Magnesium kann sich in Gereiztheit, Konzentrationsschwäche, Muskelkrämpfen oder Herzrhythmusstörungen äußern.

Kalium ist ein Mineralstoff, der fast ausschließlich im Inneren der Zellen vorkommt. Zusammen mit Phosphat und Proteinen sorgt es für den osmotischen Druck in den Zellen. Kalium ist an der Regulation des Flüssigkeitshaushaltes beteiligt und es regelt das Gleichgewicht von Säuren und Basen.

Kalium wird auch für die Funktionen von Herz- und Kreislauf, Nervenreizen, Muskelkontraktionen, Nieren und Enzymen benötigt. Kalium ist außerdem der Gegenspieler von Natrium.

 

Natrium ist ein wichtiger Mineralstoff für den Wasserhaushalt. Es liegt im Körper in Form von elektrisch geladenen Teilchen, so genannten Ionen vor. Die Körperzellen benötigen Natrium-Ionen um die elektrische Spannung in den Zellen aufrecht zu erhalten. Ein 70 Kilogramm schwerer Erwachsener besitzt etwa 4.200 mmol Natrium. Davon befinden sich nur ca. 2,5 Prozent in den Zellen. Der größte Teil des Natriums steht als Reserve zur Verfügung, wenn durch starkes Schwitzen, Durchfall oder Erbrechen Natrium kurzfristig im Plasma verloren geht.

Zusammen mit Natrium spielt dieser Mineralstoff eine wichtige Rolle bei der Wasserverteilung innerhalb und außerhalb der Zellen. Als Bestandteil des Magensaftes regelt es außerdem das Säure-Basen-Gleichgewicht. Chlorid wird in ausreichender Menge durch die Nahrung in Form von Kochsalz (Natriumchlorid) aufgenommen und über die Nieren ausgeschieden. Ein hoher Salzkonsum kann bei manchen Menschen allerdings zu Bluthochdruck führen oder ihn verstärken.

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