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Freitag, 29. Mai 2026
Der Freistaat Sachsen investiert weiter in einen effizienten und zuverlässigen öffentlichen Personennahverkehr in Leipzig. Dafür übergab der Staatssekretär des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung, Sören Trillenberg, einen Fördermittelbescheid in Höhe von über 1,1 Millionen Euro an die Leipziger Verkehrsbetriebe. Das Projekt wird mit Mitteln der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Mitteln des Freistaates mit insgesamt 75 Prozent gefördert. Gemeinsam mit der Stadt Leipzig investiert der Mobilitätsdienstleister in den Umbau von Ampelanlagen zur Erhöhung des Fahrgastkomforts für die LVB-Kunden.
"Guter ÖPNV entscheidet sich im Alltag: Kommt die Bahn pünktlich, gibt es einen raschen und zuverlässigen Anschluss, komme ich verlässlich zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt? Genau hier setzt das Projekt der Leipziger Verkehrsbetriebe an. Mit intelligenter Ampelsteuerung kommen Busse und Bahnen besser durch den Stadtverkehr. Das macht den ÖPNV verlässlicher, nutzt den vorhandenen Straßenraum klüger und hilft, das System langfristig bezahlbar zu halten. Das ist Digitalisierung mit direktem Nutzen für die Menschen in Leipzig. Dafür ergänzt der Freistaat die Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mit Landesmitteln“, so Sören Trillenberg - Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung,
Bis zum Projektende, Ende 2028, wollen die Leipziger Verkehrsbetriebe mit der Stadt Leipzig Ampelanlagen entlang von Verkehrskorridoren und Hauptachsen von Straßenbahnlinien modernisieren. Im Mittelpunkt steht dabei die korridorbezogene Beschleunigung des ÖPNV durch bedarfsgerechte Steuerung der Anlagen. So sollen anstelle einzelner Knotenpunkte ganze Straßenzüge optimiert und Straßenbahnlinien in Gänze beschleunigt befahren werden können. Ziel ist es, die Ampelanlagen mit dem rechnergesteuerten Betriebsleitsystem der LVB zu verknüpfen. Dies soll eine Vernetzung der Verkehrsträger ermöglichen, die Attraktivität des ÖPNV steigern, sowie intelligente Echtzeit-Verkehrssteuerungssysteme im ÖPNV ausbauen und in das Gesamtsystem integrieren, so unteranderem in der Prager Straße und in der Könneritzstraße.
"Durch die Beschleunigung ganzer Streckenabschnitte sollen sich die Fahrzeiten für Kunden verringern und der ÖPNV attraktiver werden. So werden Fahrzeugreserven entspannt, der Betrieb wirtschaftlicher und energieeffizienter. Das nützt Kunden, Klima und der Stadt Leipzig insgesamt", so Sandy Brachmann, Prokuristin und Bereichsleiterin Marketing.
Der ergänzende Einsatz von Fahrerassistenzsystemen im ÖPNV ist ein entscheidender Teil der Maßnahme für die energieeffiziente Nutzung. Bereits in einem vorherigen Projekt entwickelten die LVB die sogenannte Halteplatzprognose. Das Vorläuferprojekt wurde mit Mitteln des Förderprogramms „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ des Bundesministeriums für Verkehr, kofinanziert vom Freistaat Sachsen, umgesetzt. In Zukunft wird an den dynamischen Haltstellenanzeigen die Haltepositionen von Fahrzeugen angezeigt. Kunden an Doppelhaltestellen, wie am Goerdelerring, können sich so besser orientieren und an Position 1 oder 2 entspannter einsteigen. Damit erhöhen die LVB den Fahrgastkomfort und verringern die Fahrgastwechselzeiten.
"In den vergangenen Jahren wurden im Rahmen des gemeinsamen Projekts von Stadt Leipzig und LVB mit Hilfe des Freistaates bis zu 25 Lichtsignalanlagen technisch modernisiert. Diese liefern Echtzeitdaten und sind in der Lage, die aktuelle Fahrplanlage von Bussen und Straßenbahnen zu berücksichtigen. So kann dem öffentlichen Nahverkehr je nach Verkehrssituation, wie bei Großveranstaltungen, flexibel Vorrang gewährt werden und dies mit Erfolg: Durch die gemeinsame Umsetzung mit dem Mobilitäts- und Tiefbauamt Leipzig konnten bereits messbare Verbesserungen erzielt werden, unter anderem eine Reduzierung der Wartezeiten für Straßenbahnen am Hauptbahnhof", so Holger Flache, Leiter Angebot der Leipziger Verkehrsbetriebe.
Die neuen Anzeigen werden schrittweise eingeführt und getestet, so am Goerdelerring, Neues Rathaus sowie am Hauptbahnhof, Sportforum Süd, Friedrich-List-Platz, Wilhelm-Leuschner-Platz und weitere.