„Die Leipziger Gruppe steht für Vielfalt und Chancengleichheit, macht sich für Toleranz stark und spricht sich gegen Hass und Hetze aus. Für uns, die wir viele Jahre genau das Gegenteil erlebt haben, bedeutet dieses klare Zeichen der Solidarität sehr viel“, sagt Alexander Fenner.
Leipzig ist für beide eine Glücksstadt. Hier, im Zoo, hatten sie ihr erstes Date. Hier frönen sie gemeinsam ihren unterschiedlichen Musik-Geschmäckern – Tobias, der „Metaller“, beim WGT; Alex, der „Popper“, beim Pop Fest oder CSD. Die Musik, die Menschen, der Goldrausch – all dies gab Alex vor zwei Jahren den Mut, Tobias einen Heiratsantrag zu machen: nicht in trauter Zweisamkeit, sondern vor tausenden Menschen auf dem CSD-Truck der Leipziger Gruppe. „Wir hatten an der Verlosung zur Teilnahme auf dem Tour-Truck teilgenommen und zu unserer Überraschung gewonnen. Die Stimmung war umwerfend und berauschend. Im Sog dieses Glücksgefühls habe ich mein Herz in die Hand genommen und Tobias gefragt – genau auf Höhe des großen L vor dem Mobilitätszentrum der LVB am Hauptbahnhof. Ein unvergesslicher Moment. Wir denken gern daran zurück“, sagt Tobias und lächelt Alex an.
Dass beide am 18. Juli als verheiratetes Paar ein zweites Mal Gäste auf dem CSD-Truck der Leipziger Gruppe mitfahren dürfen, ist für beide eine große Ehre. „Die Leipziger Gruppe steht für Vielfalt und Chancengleichheit, macht sich für Toleranz stark und spricht sich gegen Hass und Hetze aus. Für uns, die wir viele Jahre genau das Gegenteil erlebt haben, bedeutet dieses klare Zeichen der Solidarität sehr viel“, sagt Alex und zitiert Elli Berlin: „Ich werde Stürme überstehen, Dein Rettungsanker sein. Ich kann nicht über Wasser gehen, doch für dich spring ich hinein.“
Das Motto des Leipziger Christopher Street Days 2026
Der Leipziger Christopher Street Day (CSD) findet 2026 unter dem Motto „Keine Ruhe, kein Zurück – Queere Rechte Stück für Stück“ unter der Botschaft von Hape Kerkeling statt. Man wolle steigenden Bedrohungen queerer Menschen entgegentreten, teilte der organisierende Verein CSD Leipzig mit. „Wir müssen die stille Mehrheit der Bevölkerung dazu bewegen, sich gegen den Rechtsextremismus und menschenverachtende Ideologien zur Wehr zu setzen und eine klare Haltung einzunehmen“, hieß es. „Wir werden nicht zurück in die Unsichtbarkeit gehen!“