Navigation überspringen? Ja (Enter) oder Nein (Tabulator)
Seiteninhalte überspringen? Ja (Enter) oder Nein (Tabulator)

„Kein Scheiß am Gleis“: Verkehrssicherheitskampagne „Leipzig passt auf“

von Catrin Kultscher | 17.06.2026

Sicherheit im Verkehr: Die Verkehrssicherheitskampagne “Leipzig passt auf” will Aufmerksamkeit im Straßenverkehr fördern.

Mit drastischen Headlines macht die Kampagne auf Sicherheit im Straßenverkehr aufmerksam.

Die Kampagne “Leipzig passt auf” ist eine Initiative von Stadt, Leipziger Verkehrsbetrieben, Polizei und Deutscher Verkehrswacht. 2022 ins Leben gerufen, möchte sie Leipzigs Straßen sicherer machen. Gegenseitige Vorsicht und Rücksichtnahme tragen nicht nur zur Verbesserung des Klimas im Leipziger Verkehr bei, sondern führen auch zu weniger Unfällen. Das Thema Verkehrssicherheit ist Teil der Mobilitätsstrategie 2030.

Kampagne zur Verkehrssicherheit macht aufmerksam

Die Kampagne fällt mit ihren knallgelben Motiven auf im Stadtbild. In diesem Jahr richtet sie ihren Fokus auf die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr. Über recht drastische Headlines wie „Walking dead“ oder „Wer scrollt wird überrollt“ stolpert man im besten Sinne des Wortes. Sie regen zum Nachdenken über eigenes, leider oft alltägliches Verhalten an. Denn, der Alltag ist stressig und das Handy steter Begleiter. Viele haben es inzwischen fast pausenlos in der Hand. Im schlimmsten Fall auch noch mit Kopfhörern auf den Ohren. Auch dann, wenn wir uns besser auf anderes konzentrieren sollten. Und die Sprüche setzen bewusst auf eine jugendliche und provokante Sprache. So sollen auch und vor allem junge Menschen erreicht werden. Und wenn es über Umwege ist: Denn auch die Diskussion im Familienkreis kann helfen, das Problem zu benennen und Leben zu schützen. 

„Leipzig passt auf“: Sicher mit Bus und Bahn unterwegs

In der Ruhe liegt die Kraft: Auch an und auf dem Weg zur Haltestelle.

Auch beim Benutzen von Straßenbahn und Bus ist natürlich Aufmerksamkeit gefragt. Die passende Überschrift aus der diesjährigen Kampagne heißt „Kein Scheiß am Gleis“.  Über 170 Millionen Fahrgäste waren letztes Jahr mit den LVB unterwegs. Und wo so viele Menschen aufeinandertreffen, sind Vorsicht und Rücksichtnahme natürlich besonders gefragt. Und jeder einzelne, auch du, bestimmt mit, wie sicher alle ankommen. 

Nur keine Hektik

Ganz wichtig dabei: Hektik lohnt sich nicht. Denn die Verkehrsbetriebe sind im dichten Takt für dich unterwegs. Da musst du nicht hektisch über die Gleise rennen, ohne zu nach links und rechts zu gucken. Lebensgefahr! Besser entspannt zur Haltestelle und die nächste nehmen – die kommt meistens ganz schnell. Und dank vieler Verbesserungen und Taktverdichtungen im Liniennetz der Zukunft oft noch schneller. 

Beim Mobilitätstraining in der Angerbrücke.

7 Tipps: So kommst du entspannt mit Straßenbahn und Bus durch Leipzig

  • Keine Hektik: Beim Überqueren der Straßenbahngleise immer aufmerksam den Verkehr beobachten. Wenn möglich, Ampelübergänge nutzen.
  • Vorsicht an der Bahnsteigkante: Am sichersten steht man hinter dem Blindenleitstreifen an der Haltstelle.
  • Abfahrtssignal ist Abfahrtssignal: Jetzt zu noch zu- oder aussteigen zu wollen, birgt ein unkalkulierbares Risiko.
  • Hilfsbedürftigkeit signalisieren: Wer etwas länger beim Ein- und Aussteigen braucht, weil mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator unterwegs, kann einfach die „Rollstuhl-Haltewunsch-Taste“ drücken! Das Fahrpersonal bekommt ein Zeichen und behält das Geschehen im Auge. Die Tür schließt nicht automatisch, sondern erst, wenn jeder Fahrgast wirklich sicher im Fahrzeug oder an der Haltestelle steht.
  • Erst aufstehen, wenn Bahn oder Bus zum Stehen gekommen sind.
  • Nicht hinter Bus oder Bahn die Straße überqueren.
  • Rücksicht und Verständnis: Jeder, der es braucht, freut sich, wenn er einen Platz angeboten oder Hilfe beim Aussteigen bekommt oder die Rollstuhlecke frei ist. Schau dazu auch mal bei unseren Öffi Ultras rein.

 

Die LVB bieten übrigens Mobilitätsberatungen über das richtige Verhalten in Fahrzeugen und an Haltestellen an. Und einmal im Jahr gibt es ein Mobilitätstraining. Infos findest du hier. 

Das könnte auch interessant sein