Leipziger Gruppe zum Tag der Daseinsvorsorge: Eure Bedürfnisse sind unser Job
von Catrin Kultscher | 23.06.2025
von Catrin Kultscher | 09.06.2026
Die Dieskaustraße wird zwischen Antonienstraße (Adler) und Brückenstraße als gemeinsames Bauvorhaben von Stadt Leipzig und Leipziger Gruppe noch bis 2028 ausgebaut. Das neue Gleisdreieck dort ist eine Leipziger Besonderheit.
Baustelle Dieskaustraße
Seit Anfang Mai 2026 habt ihr auf der Dieskaustraße zwischen Kulkwitzer Straße und Radrennbahn wieder freie Fahrt. Auch die Straßenbahnlinie 3 ist dank des neuen Gleisdreiecks nach knapp 2 Jahren dort wieder für euch im Einsatz und fährt bis zur neu gebauten und barrierefreien Haltestelle Kleinzschocher, Kötzschauer Straße. Damit hat das gemeinsame Bauprojekt von Stadt Leipzig und Leipziger Gruppe einen wichtigen Meilenstein erreicht.
Denn die Hälfte ist geschafft. Auf 500 Metern haben viele fleißige Hände seit April letzten Jahres alles gegeben und Fahrbahnen, Gehwege, Gleise, Bahnstromanlagen, Straßenbeleuchtung, Ampeln, Trinkwasserleitungen, Hausanschlüsse und Abwasserleitungen grundhaft erneuert. Für ein deutliches Plus an Lebensqualität sorgt die Neugestaltung. Für euch ist dort ein attraktiver Stadtraum entstanden, der das Hin- und Wegkommen per Fuß- oder Radverkehr und ÖPNV ebenso im Blick hat wie das Verweilen. Dank Begrünung, Sitzgelegenheiten und modernem Ambiente könnt ihr dort jetzt einen Stadtraum im besten Sinne nutzen.
An der Dieskaustraße ist attraktiver Stadtraum im besten Sinne entstanden.
Toralf Müller, Geschäftsführer Technik und Betrieb der Leipziger Verkehrsbetriebe, betont: „Mit der Modernisierung von Haltestellen für einen bequemen und barrierefreien Einstieg sowie der Modernisierung und Ertüchtigung der Gleisanlagen erhöhen wir die Attraktivität unseres Straßenbahnverkehrs für alle Bürgerinnen und Bürger. Damit steigern wir gleichzeitig die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit unseres Angebotes weiter.“ Investiert wurden in die LVB-Arbeiten dieses Bauabschnitts rund 12,1 Millionen Euro mit Förderung vom Freistaat Sachsen, Landesamt für Straßenbau und Verkehr.
Im Zuge der Baumaßnahmen ist an der Radrennbahn auch ein neues Gleisdreieck entstanden. Vielleicht habt ihr es schon gesehen?! Ein durchaus besonderes Bauwerk: Endend als sogenanntes Stumpfgleis – also mit einem Prellbock versehen und nur aus einer Richtung befahrbar – ist das Ingenieurbauwerk 56 Meter lang, über 5 Meter breit und an seiner höchsten Stelle 3,5 Meter hoch. Die Straßenbahnen nutzen es, um rückwärts zu wenden.
Baustelle Dieskaustraße
am 4. Mai wurde das neue Gleisdreick in Betrieb genommen. Dabei waren: Dr. Ulrich Meyer, Technischer Geschäftsführer der Leipziger Wasserwerke; Christian Mertens, Gesamtprojektleiter Mobilitäts- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig; Thomas Dienberg, Bürgermeister und Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bau; Stefan Röll, LVB-Bereichsleiter Infrastruktur; Toralf Müller, Geschäftsführer Technik und Betrieb der Leipziger Verkehrsbetriebe sowie Michael Jana, Leiter Mobilitäts- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig.
Wir haben nachgefragt. „Dieser vergleichsweise aufwändige Bau war erforderlich, um das Geländegefälle vor Ort auszugleichen“, erläutert uns Daniel Brucker, Betriebsleiter Straßenbahn und Projektleiter. Denn Wendeanlagen müssen nach Vorschrift eben „eben“ sein. „Die neue Anlage stellt in Leipzig eine echte Besonderheit dar. Gleisdreiecke und Wendeanlagen liegen in unserer Stadt sonst auf Höhe des Straßenniveaus.“ Nicht möglich war die Anordnung einer Gleisschleife auf dem Vorplatz der Radrennbahn.
Das Gleisdreieck an der Radrennbahn ist eine Leipziger Besonderheit.
Das Gleisdreieck an der Radrennbahn ist eine Leipziger Besonderheit.
Das neue Gleisdreieck ersetzt die zu eng gewordene Gleisschleife Kötzschauer Straße in der Pörstener, Kötzschauer und Luckaer Straße, die mitten durch ein Wohngebiet führte. Dort war sie nicht mehr zeitgemäß. Brucker erklärt: „Auch für den Einsatz unserer neuen Fahrzeuge war die alte Gleisschleife nicht mehr geeignet. Sowohl für uns als auch für die Anwohnerinnen und Anwohner ist das neue Gleisdreieck also ein großer Gewinn.“
„Das neue Gleisdreieck dient als betriebliche Wendestelle für verkürzte Fahrten, im Havariefall oder bei Veranstaltungen auf der Radrennbahn. Es wird ohne Fahrgäste befahren“, erklärt der Straßenbahn-Fachmann. „Dabei fährt die Bahn in stadtauswärtiger Richtung vorwärts auf das Stützbauwerk ein und anschließend rückwärts in die Haltestelle auf dem Vorplatz der Radrennbahn.“ Aktuelle Ausnahme: Bis zur Fertigstellung des Gesamtprojektes Dieskaustraße wird das Gleisdreieck im Regelbetrieb befahren. Wenn die Baumaßnahme abgeschlossen ist, soll das neue Gleisdreieck nur im Störungsfall oder bei Veranstaltungen genutzt werden.
Weiterer Gewinn für alle: zwei neue Trinkbrunnen der Leipziger Wasserwerke. „Es freut uns sehr, gemeinsam mit der Stadt Leipzig das Leipziger Trinkbrunnennetz um zwei neue Wasserspender zu erweitern“, so Prof. Dr. Ulrich Meyer, Technischer Geschäftsführer der Leipziger Wasserwerke. Die Trinkbrunnen sorgen künftig direkt vor der Johannes-Kepler-Schule und auf dem neu gestalteten Platz an der Radrennbahn für eure Erfrischung.
Seit 2023 und noch bis voraussichtlich Frühjahr 2028 baut die Leipziger Gruppe zusammen mit der Stadt Leipzig als gemeinsames Bauvorhaben die Dieskaustraße auf 2,4 Kilometern Länge grundhaft aus. Erneuert werden für euch Gehwege, Fahrbahn, Beleuchtung und Gleisanlagen sowie sämtliche Ampelanlagen. Die Wasserwerke tauschen die Trink- und Abwasserleitungen aus. Straßenbahn- und Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebaut. Neue Radwege sind geplant und viele neue Bäume werden gepflanzt.
Im Februar wurde ein weiterer Abschnitt der umfangreichen Baumaßnahme Dieskaustraße begonnen. Bis März 2027 wird der Bereich Huttenstraße bis Anton-Zickmantel-Straße und Kunzestraße bis Bismarckstraße grundhaft ausgebaut und neugestaltet. Anschließend beginnt der Bauabschnitt von Anton-Zickmantel-Straße bis Kunzestraße und Bismarckstraße bis Radrennbahn. Planmäßig soll im Frühjahr 2028 alles fertig werden.