Benita, Anforderungsmanagerin Submetering
Jährlich erstellen die Leipziger Stadtwerke für Kunden aus…
Wer steckt hinter den Stadtwerken und was treibt uns an? Entdecke unterschiedliche Perspektiven und Leidenschaften – denn wir empowern Leipzig.
Jährlich erstellen die Leipziger Stadtwerke für Kunden aus der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft die Heiz- und Betriebskostenabrechnung. Die Hausverwaltungen und Wohnungseigentümer leiten diese Abrechnung dann an ihre Mieter und Mieterinnen weiter. Genauigkeit und Zuverlässigkeit sind hierbei wichtig. Doch natürlich kommt es auch darauf an, die Abrechnung so übersichtlich und transparent wie möglich aufzubereiten. Bei den Leipziger Stadtwerken ist das unter anderem die Aufgabe von Benita – und entgegen gängigen Vorurteilen ist das gar nicht staubtrocken, sondern sehr abwechslungsreich.
„Bei mir sieht wirklich jeder Arbeitstag anders aus. Denn ich arbeite nicht nur im Tagesgeschäft daran, Heizkostenabrechnungen zu erstellen, sondern bin auch dafür zuständig, unsere Prozesse kontinuierlich zu optimieren. Mein Ziel ist es, dass die Abrechnungen möglichst verständlich sind, effizient erstellt werden können und den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.”
Benita Seidewitz
Benitas Job bei den Leipziger Stadtwerken wird „Anforderungsmanagerin“ genannt. Sie arbeitet daran, die Heiz- und Betriebskostenabrechnungen weiterzuentwickeln – sei es, weil sich gesetzliche Anforderungen ändern oder weil vom Unternehmen selbst Optimierungspotenziale identifiziert werden. „Ich bin sozusagen das Sprachrohr aus unserem Fachbereich in Richtung der IT sowie anderer Abteilungen, die für unsere Arbeit relevant sind“, erzählt Benita. „Ich definiere die Anforderungen, die wir an Systeme und Prozesse haben, gebe sie weiter und sorge dafür, dass sie umgesetzt werden.“ Gerade führen die Leipziger Stadtwerke ein neues Abrechnungssystem für die Heizkostenabrechnung ein. Und auch dabei kommt Benita eine wichtige Rolle zu: „Ich bin Key User für das neue System. Das bedeutet, dass ich mich als Erste in alles reinfuchse, Prozesse erarbeite, meine Kolleginnen und Kollegen schule und Wissensdatenbanken für sie aufbaue."
Egal, ob es um eine Wartung oder einen Austausch geht – bei allen Anliegen rund um ihre Wärmezähler können sich die Kunden der Leipziger Stadtwerke auf David verlassen. Ihm war schon immer klar, dass ein Bürojob nichts für ihn ist und er viel lieber etwas Handwerkliches machen möchte. Daher hat er 2017 bei den Leipziger Stadtwerken seine Ausbildung zum Mechatroniker begonnen und ist nun als Spezialmonteur für Fernwärme tätig. David erinnert sich, wie die Entscheidung für seine Ausbildung fiel:
„Die Ausbildungsleitung hat mir damals erzählt, dass sich die Technik immer weiterentwickelt und es dadurch nie langweilig wird, sondern immer abwechslungsreich bleibt. Das hat mich überzeugt. Und ich schätze es auch sehr, dass die Leipziger Stadtwerke ein sicherer und einfach guter Arbeitgeber sind.”
David Hartmann
Sein Job fühlt sich für David oft weniger nach Arbeit und fast schon wie ein Hobby an. „Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich tatsächlich jeden Tag Lust auf die Arbeit habe und mich darauf freue, was am nächsten Tag so passieren könnte. Man könnte wirklich fast schon sagen, dass ich mein Hobby – handwerklich tätig zu sein – zum Beruf gemacht habe und daran einfach jede Menge Spaß habe“, erzählt der Mechatroniker. Daran, dass sich David so für seinen Job begeistern kann, haben auch seine Kollegen einen großen Anteil. „Meine Kollegen sind wirklich top. Alle sind immer hilfsbereit, wir reden und lachen viel zusammen und Teamwork funktioniert bei uns echt super.“
Davids Team prüft Wärmezähler, erledigt Wartungen und kümmert sich um den routinemäßigen Austausch der Zähler, der alle sechs Jahre stattfindet. „Eine weitere Aufgabe unseres Teams ist es, Umbauten durchzuführen und neue Heizungsstationen in Betrieb zu nehmen. Dabei müssen wir auch Regler programmieren. Und zu guter Letzt sind wir auch noch für Entstörungen zuständig und sorgen dafür, dass die Anlagen möglichst schnell wieder so laufen, wie sie sollen.“
Mit Photovoltaikanlagen lässt sich die Kraft der Sonne in grüne Energie für Leipzig umwandeln. Doch bis eine solche Anlage in Betrieb genommen werden kann, steht einiges an Arbeit an. Verschiedene Akteure müssen koordiniert, Fragen gestellt und Probleme gelöst werden, damit der Bau der Anlage reibungslos läuft. Als Projektleiterin für Erneuerbare Energien hält Esther bei diesem Prozess alle Fäden in der Hand. Sie begeistert sich seit Langem für erneuerbare Energien.
„Ich wollte schon immer mithilfe von Technologie daran mitwirken, dass wir als Gesellschaft so schnell wie möglich den Weg in Richtung Klimaneutralität beschreiten. Deswegen habe ich Umweltmanagement und Energietechnik studiert.”
Esther Oberbremer
Nach ihrem Studium arbeitete Esther zunächst im wissenschaftlichen Umfeld an den Themen Elektrolyse und Brennstoffzellen. „Zuerst war ich mir sicher, dass ich in diesem Bereich bleiben will. Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass dort kaum etwas voranging. Die Ergebnisse meiner Studien waren zwar interessant, verschwanden jedoch häufig in der Schublade. Da habe ich mir gedacht, dass es so mit der Energiewende nichts wird, und dass ich mein Know-how und meine Power lieber woanders einbringen sollte, wo ich mehr bewirken kann“, erzählt Esther. Daher entschied sie sich für den Wechsel zu den Leipziger Stadtwerken, wo sie seit einem Jahr tätig ist – und wortwörtlich aus Sonne Energie macht.
„Ich war einfach schon immer ein richtiger „Händler-Typ“. Vor meiner Tätigkeit bei den Leipziger Stadtwerken habe ich bei einer Bank gearbeitet und ganz klassisch, wie man sich das so vorstellt, mit 100 Leuten in einem Raum gesessen und an den Finanzmärkten gehandelt. Der Handel am Energiemarkt begeistert mich besonders, weil man sich dabei zwangsläufig mit politischen und volkswirtschaftlichen Themen beschäftigt und so die Energiewende mitgestaltet.”
Thomas Hecht
Thomas’ Abteilung trifft sich jeden Morgen um 7.45 Uhr zu einem Status-Meeting. Dort wird besprochen, was an den Energiemärkten in den vergangenen 24 Stunden passiert ist und welche neuen Entwicklungen es gibt, die die Preise beeinflussen könnten. „Das kann alles Mögliche sein – von politischen Entscheidungen über Havarien bis hin zum Wetter, denn die Anzahl der Sonnenstunden oder die Windstärke haben Einfluss darauf, wie viel erneuerbare Energie gewonnen werden kann“, erklärt Thomas. Von 8 bis 18 Uhr wird an der Strombörse Handel betrieben und Thomas und seine Kollegen schauen, wie sich der Markt und die Preise entwickeln. „Geleitet werden wir dabei immer von der Frage: Wie können wir das, was wir wollen, für uns als Leipziger Stadtwerke möglichst optimal erreichen? Wir möchten natürlich für unsere Endkunden so günstig wie möglich einkaufen und andererseits die Energie, die wir erzeugen, so teuer wie möglich verkaufen“, sagt Thomas.
„Wir haben bei den Leipziger Stadtwerken eine digitale Plattform, auf der viele einzelne Software-Produkte zusammengeschlossen sind. An denen arbeiten unterschiedliche Teams aus Applikationsentwicklern, etwa mit Fokus auf Kundenkontakte, Energieerzeugung oder Abrechnung. Und ich bin derjenige, der den Blick darauf hat, ob sie alles richtig angehen oder vielleicht technische Hilfestellung brauchen.”
Thomas Held
Thomas hat sich schon immer für IT und fürs Programmieren begeistert und war lange in einer Tochterfirma der Leipziger Stadtwerke tätig, bevor alle IT-Jobs im Unternehmen zentralisiert wurden. „Meine große Stärke ist es, schnell Strukturen, technische Zusammenhänge und Auswirkungen zu erkennen, auch wenn ich mich mit dem konkreten Thema, also zum Beispiel Abrechnungen, gar nicht auskenne“, erzählt Thomas. „Deswegen coache ich die unterschiedlichen Teams, fordere sie aber auch heraus und stelle viele Fragen: Funktioniert das so? Habt ihr daran gedacht? Gibt es einen besseren Weg? Mein Ziel ist es, die Qualität unserer Software-Produkte kontinuierlich zu steigern.“
„In meiner Funktion dokumentiere und bewerte ich die Arbeit meines Teams und schaue, wo wir Prozesse beschleunigen und verbessern können. Für unseren Bereich Submetering bin ich außerdem Teil eines größeren Prozessmanagement-Gremiums, das sich mit übergreifenden Prozessen innerhalb der Leipziger Stadtwerke beschäftigt.”
Thomas Völkel
Thomas, der schon immer eine Affinität zu allem Elektrischen hatte, ist ausgebildeter Elektriker. „Nach meiner Ausbildung habe ich noch eine Weiterqualifizierung zum Energietechniker und Techniker für Prozessautomatisierung gemacht. Danach war ich 20 Jahre lang in einer Firma für Gebäudetechnik tätig und hatte da schon mit Themen rund um Wärme, Wasser & Co. zu tun“, erklärt Thomas. Zu den Leipziger Stadtwerken kam der Prozessmanager für Submetering eher durch einen Zufall. „Ich hatte nach 20 Jahren schon das Gefühl, dass ich noch mal etwas anderes machen könnte. Als ich meinen Zählerstand über die Webseite der Leipziger Stadtwerke eingereicht habe, bin ich auf eine Stellenanzeige für meinen aktuellen Job aufmerksam geworden und dachte: Das probiere ich mal“, erzählt Thomas.
„Wir haben dazu bei uns in der Leitstelle spezielle IT-Systeme mit sehr vielen Bildschirmen, auf denen wir beobachten, was gerade im Netz passiert, und Anpassungen vornehmen können. Da gibt es unheimlich viel zu sehen, alles leuchtet und blinkt.”
Wibke Laimer
Wibke und ihr Team bekommen von der Abteilung Energiehandel einen „Fahrplan“ für jeden Tag, in dem steht, mit welchem Energieverbrauch zu rechnen ist und wann welche Kraftwerke in oder außer Betrieb genommen werden und Speicher be- oder entladen werden sollen. „Da wir nicht nur die Versorgung sichern, sondern unsere Stadt grüner machen wollen, ist es natürlich unser Ziel, den Verbrauch Leipzigs so umweltfreundlich wie möglich zu decken. Wir versuchen daher, die Anlagen möglichst wirtschaftlich und energetisch effizient zu fahren“, erzählt Wibke. Ihr Team in der Leitstelle arbeitet im Schichtbetrieb – rund um die Uhr, an sieben Tagen pro Woche. „Das ist wichtig, denn wenn einmal in der Versorgung etwas nicht nach Plan läuft, müssen wir es sofort mitbekommen und schnell reagieren können. Zu unserem Aufgabenbereich gehört es außerdem, die Störungs-Hotline zu betreiben. Wenn Haushalte ohne Strom, Gas oder Fernwärme sind, erfahren wir das direkt vom Kunden und analysieren die Meldung. Falls erforderlich beauftragen wir den Bereitschaftsdienst, um das Problem vor Ort zu beheben“, erklärt Wibke.
„Meine Arbeit am Heizkraftwerk Leipzig Süd macht mich sehr stolz. Als ich vor einigen Jahren als Studentin nach Leipzig kam, bin ich immer mit der Straßenbahn am alten Kraftwerk an diesem Standort vorbeigefahren. Damals hätte ich mir nicht vorstellen können, eines Tages als Bauingenieurin im Kraftwerksbau zu arbeiten und so ein großes Projekt mit zu planen und mit zu leiten. Jetzt fahre ich nicht mehr nur am Kraftwerk vorbei, sondern jeden Tag dorthin und trage dazu bei, dass dieses Bauvorhaben gelingt.”
Rica Maul
Einfach nur zu träumen und Luftschlösser zu bauen, ist jedoch nicht Ricas Ding. Die Bauingenieurin ist eine echte Macherin, die im Lauf ihrer Karriere schon viel erlebt hat. Bereits als Jugendliche, damals noch in der DDR, wollte Rica Bauingenieurin werden, denn Technik und Konstruktion haben sie schon immer fasziniert. „Um studieren zu können, war es seinerzeit Pflicht, vorher eine Berufsausbildung mit Abitur zu absolvieren. Dann kam die Wende und das System wurde verändert, die Kombination aus Berufsausbildung und Abitur gab es so zunächst nicht mehr. Also habe ich tagsüber meine Maurerlehre und gleichzeitig abends das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg gemacht“, erinnert sich Rica.