Geplante Fernwärme-Unterbrechung erfolgreich beendet
5.300 Sportbäder-Gutscheine an Bürger verteilt / Bauarbeiten sichern langfristige Versorgungssicherheit
Die Fernwärme-Unterbrechung in den Leipziger Stadtbezirken Mitte und Süd ist planmäßig am heutigen 5. Juni beendet worden. Die Arbeiten waren notwendig, um das Gebiet weiterhin zuverlässig in einem wachsenden und zukunftsfähigen Netz mit Fernwärme versorgen zu können. Das warme Wasser fließt nun wieder in die Gebäude. Bis es in den Wohnungen ist, kann es aber noch einige Stunden dauern. Einige Gebiete wie Connewitz und Marienbrunn sind bereits seit dem 4. Juni wieder versorgt. In Lößnig konnte durch kurzfristige technische Lösungen sogar eine Abschaltung vermieden werden.Die Leipziger Stadtwerke und Netz Leipzig hatten zur Baumaßnahme über verschiedene Wege die Bürger mehrere Wochen vorab informiert. „Natürlich war uns bewusst, dass dies ein spürbarer Eingriff in den Alltag ist. Umso mehr freuen wir uns, dass die Menschen die Notwendigkeit der Maßnahme nachvollziehen konnten. Für das große Verständnis bedanken wir uns ausdrücklich“, sagt Tim Burghardt, Projektleiter der Leipziger Stadtwerke.Zur Entlastung der betroffenen Anwohner hatten die Stadtwerke gemeinsam mit den Leipziger Sportbädern ein Angebot geschaffen: Jeder betroffene Haushalt erhielt die Möglichkeit, zwei Gutscheine pro Person im Wert von jeweils 5 Euro zum Baden und Duschen in den Zeiten des öffentlichen Badens zu nutzen. Viele Leipziger machten davon Gebrauch. „Diese Aktion kam sehr gut an. Wir haben rund 5.300 Gutscheine verteilt und freuen uns über das gute Feedback“, sagt Burghardt. Mehr als 800 Gutscheine wurden bislang eingelöst.Hintergrund: Bauarbeiten vom 30. Mai bis 5. JuniWie bereits berichtet, wurden vom 31. Mai bis 5. Juni Fernwärme-versorgte Gebäude von einer zentralen Leitung getrennt. Dabei war es unter anderem auch nötig, heißes Wasser aus dem bestehenden Fernwärme-Netz in Mischwasserschächte zu leiten, mit Kaltwasser herunterzukühlen und in die Kanalisation zu leiten. Neue Technik wurde eingebaut und das bestehende mit dem neuen Netz verbunden. 95 Mitarbeiter – aus der Stadtwerke-Tochter Netz Leipzig sowie Partnerfirmen – stemmten das Projekt auf der technischen Seite. Ganze 870 Kubikmeter Wasser wurden ausgetauscht. Betroffen von der lokalen Fernwärme-Unterbrechung waren Häuser in einzelnen Straßen der Stadtteile Zentrum Süd, Zentrum Südost, Südvorstadt und Connewitz sowie Marienbrunn.13 Kunden und Einrichtungen mit besonderem Versorgungsbedarf, wie Pflege oder betreutes Wohnen, wurden während der Versorgungsunterbrechung mit Warmwasserprovisorien ersatzversorgt.