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LVB unterzeichnen Absichtserklärung zum autonomen Fahren im ÖPNV

von Antje Friedrich | 24.04.2026

Die Leipziger Verkehrsbetriebe gehen einen weiteren wichtiger Schritt, um den erfolgreichen Übergang vom Pilotprojekt in den Regelbetrieb autonomer Fahrzeuge aktiv voranzutreiben. 

LVB unterzeichnen Absichtserklärung zum autonomen Fahren

Am 23. April haben die LVB gemeinsam mit der sächsischen Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar, sowie dem Staatssekretär Sebastian Scheel eine Absichtserklärung zum autonomen Fahren unterzeichnet. Zu den weiteren Unterzeichnern zählten Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und der ÖPNV-Branche, darunter auch Leipzigs Baubürgermeister Thomas Dienberg. Anlass war die Fachtagung „Vision 2030: Autonomes Fahren im sächsischen ÖPNV.

Inhalt der Absichtserklärung

Die Absichtserklärung hat das Ziel, das autonome Fahren im sächsischen ÖPNV in den Realbetrieb zu überführen und schafft erstmals eine gemeinsame verbindliche Grundlage für alle Beteiligten: Alle Unterzeichner bekennen sich dazu, den Einsatz von autonomen Fahrzeugen (Level 4) bis 2030 alltagstauglich und wirtschaftlich im ÖPNV voranzutreiben und anschließend in die Fläche zu skalieren. Im Fokus steht insbesondere die Verbesserung der Mobilität in ländlichen und suburbanen Räumen, die Sicherung von Erreichbarkeit bestehender ÖPNV-Angebote sowie die Stärkung regionaler Wertschöpfung. 

Autonomes Fahren bringt neue Möglichkeiten

Für die LVB ist autonomes Fahren mehr als eine technologische Entwicklung. Es eröffnet die Möglichkeit, Daseinsvorsorge neu zu denken und Mobilität flexibler, bedarfsgerechter und verlässlicher zu gestalten. Insbesondere dort, wo bestehende Angebote an ihre Grenzen stoßen. Dabei geht es vor allem um Lösungen, die im Alltag funktionieren und einen echten Mehrwert für die Fahrgäste haben.
Mit den LVB-Projekten Flexa und ABSOLUT zeigen sie bereits heute, wie autonomes Fahren konkret zur Sicherung der Daseinsvorsorge beitragen kann: wirtschaftlich tragfähig, regional vernetzt und unter realen Bedingungen erprobt.
 

Leipziger Straßenbahn und Flexa Mobil

Die LVB-Projekte Flexa und ABSOLUT sind heute schon gute Beispiele für den Mehrwert autonomen Fahrens.

Mit dem kürzlich gestarteten Projekt SIAS-ÖV  folgt nun der nächste Schritt: die Integration eines zulassungsfähigen fahrerlosen Level-4-Industrie-Fahrzeugs in ein bestehendes, automatisiertes ÖPNV-Gesamtsystems. Gleichzeitig entwickeln die LVB das Zusammenspiel aus Infrastruktur, Leitstelle, Fahrzeug und Zulassungsprozessen weiter, um die Grundlage für skalierbare, serienfähige Lösungen zu schaffen, die den Weg in den Regelbetrieb ebnen.

Projekt „SIAS-ÖV“

Im März startete das Projekt „SIAS-ÖV“.

Schlüsselrolle im Autonomen Fahren

Sachsen hat das Potenzial, sich als Innovationstreiber für autonomes Fahren im öffentlichen Verkehr zu etablieren. Die Leipziger Verkehrsbetriebe übernehmen dabei gemeinsam mit der Stadt Leipzig und dem Landkreis Nordsachsen eine Schlüsselrolle: Sie entwickeln erfolgreich erprobte Projekte wie Flash und Absolut unter Alltagsbedingungen und im engen Austausch mit den Fahrgästen konsequent weiter und bringen sie Schritt für Schritt in die Anwendung. So entstehen Lösungen, die landesweit übertragbar sind und perspektivisch zum Standard für den ÖPNV von morgen werden können.

Starke Partner

Diese Partner haben die Absichtserklärung unterzeichnet: AMZ - Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen, Bertrandt Group, CADA - Chemnitz Automated Driving Alliance, DB Regio AG, Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI, IAV GmbH, Landeshauptstadt Dresden, Landkreis Nordsachsen, Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH, Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH, Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung, Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz, Smart Rail Connectivity Campus gGmbH, Stadt Leipzig, staff-eye GmbH, Technische Universität Dresden (Professur für Fahrzeugmechatronik), Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V., Volkswagen Sachsen GmbH und Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen. 
 

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