Leipziger Gruppe zum Tag der Daseinsvorsorge: Eure Bedürfnisse sind unser Job
von Catrin Kultscher | 23.06.2025
von Annett Nicklaus | 15.04.2026
Der Leipziger Energiepreis 2025 geht an Pauline Werner, Absolventin der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK). Mit ihrer Masterarbeit zum Thema
„Entwicklung einer Methodik zur optimierten Positionierung von Erdwärmesonden“ überzeugte sie die Jury der Netz Leipzig GmbH, die den Preis seit 2017 vergibt.
Pauline Werner erhielt Leipziger Energiepreis
Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde am 11. April im Rahmen der Graduierungsfeier der Fakultät Ingenieurwissenschaften der HTWK Leipzig überreicht. Jan Schubert, Abteilungsleiter Asset Management der Netz Leipzig GmbH, gratulierte der Preisträgerin persönlich.
Jan Schubert und Pauline Werner
„Frau Werner hat mit ihrer Arbeit ein wissenschaftlich anspruchsvolles und zugleich hochgradig praxisrelevantes Thema bearbeitet“, betont Jan Schubert.
„Sie zeigt überzeugend, welcher technisch effiziente und wirtschaftlich tragfähige Weg geeignet ist, um erneuerbare Energien auf lokaler Ebene systematisch nutzbar zu machen.“
Pauline Werner erstellte ihre Masterarbeit im Rahmen des Forschungsprojekts
„EASyQuart Plus – energieeffiziente Auslegung und Planung dezentraler Versorgungsnetze zum Heizen und Kühlen von Stadtquartieren“.
Im Fokus standen die Modellierung von Erdwärmesonden Systemen sowie deren Optimierung durch eine gezielte räumliche Anordnung, insbesondere bei begrenzter Flächenverfügbarkeit. Ziel war die Entwicklung einer automatisierten Optimierungsmethodik, mit der thermische Wechselwirkungen zwischen Erdwärmesonden systematisch berücksichtigt und effiziente Sonden-Anordnungen identifiziert werden können.
Die Jury würdigte insbesondere die stringente Methodenwahl, die fundierten Analysen und die belastbaren Simulationsergebnisse. Die kritische Einordnung der Resultate zeugt von einem hohen Reflexionsniveau und macht sowohl die Potenziale als auch die Grenzen der gewählten Ansätze transparent.
Als besonderer Qualitätsfaktor gilt die hohe Praxisorientierung: Die entwickelten Konzepte sind unmittelbar auf reale Planungsprozesse übertragbar – etwa bei der Auslegung und Optimierung von Erdsondenfeldern in urbanen Quartieren.
Hervorgehoben wird zudem die konsequente Verknüpfung von innovativen technischen Lösungen mit ökonomischen Rahmenbedingungen. Die Arbeit leitet daraus belastbare Handlungsempfehlungen ab – ein klarer Mehrwert für die praktische Umsetzung der Energiewende.
Die Jury setzte sich aus Vertretern der Geschäftsführung sowie der Abteilung Asset Management der Netz Leipzig GmbH zusammen.
Mit dem Leipziger Energiepreis begleitet die Netz Leipzig GmbH seit 2017 technikorientierte Nachwuchskräfte auf ihrem Weg in die Praxis. Ausgezeichnet werden Abschlussarbeiten, die sich mit der Energiewelt von morgen, neuen Technologien und zukünftigen Energienetzstrukturen beschäftigen.
Bewertungskriterien sind vor allem praktische Umsetzbarkeit, ökonomische Einordnung und die Berücksichtigung ökologischer Auswirkungen. Die prämierten Arbeiten liefern wichtige Impulse für die Transformation des Energiesektors.
Jan Schubert, Pauline Werner, HTWK Dekan Prof. Dr.-Ing. Stephan Schönfelder und Rektor Prof. Dr.-Ing. Jean-Alexander Müller
Jan Schubert, Pauline Werner, HTWK Dekan Prof. Dr.-Ing. Stephan Schönfelder und Rektor Prof. Dr.-Ing. Jean-Alexander Müller
Der Leipziger Energiepreis ist Teil der engen Zusammenarbeit der Leipziger Stadtwerke-Gruppe mit der HTWK Leipzig. In gemeinsamen Forschungsprojekten, Vorlesungen und Praxisformaten verzahnen sich Wissenschaft und Unternehmenspraxis. Aktuell entsteht im Rahmen von Pro.Motion im Bund-Länder-Programm Science Careers eine kooperative Promotion zur strategischen Mittelspannungs-Netzplanung bei der Netz Leipzig in Zusammenarbeit mit der HTWK Leipzig – ein Gewinn für beide Seiten.
Jan Schubert wurde im Rahmen der Graduierungsfeier als Mitglied im Beirat des Fördervereins der HTWK ernannt. Zu den Kernaufgaben des Beirats gehören die fachliche Beratung des Fördervereins, die Befürwortung von Förderanträgen sowie die Vernetzung von Hochschule und Praxis.
Darüber hinaus engagiert sich die Stadtwerke Leipzig-Gruppe gezielt für die Förderung von Frauen in MINT-Berufen. Beim HTWK Format „Women in Engineering“ berichten regelmäßig Expertinnen aus der Leipziger Gruppe über ihre beruflichen Werdegänge.
Weitere Einblicke bietet der L-Blog unter dem Hashtag #Chancengleichheit.