Leipziger Gruppe zum Tag der Daseinsvorsorge: Eure Bedürfnisse sind unser Job
von Catrin Kultscher | 23.06.2025
von Julia Helwing | 16.04.2026
Am 23. Mai 2026 ist es so weit: Die Freibadsaison in Leipzig startet. Bis dahin passiert in Leipzigs fünf Sommerbädern aber noch eine ganze Menge.
Die Vorbereitungen laufen jedes Jahr ab April an. Für Gäste wirkt der Saisonstart später oft wie ein einfacher Schalter, der umgelegt wird. Tatsächlich steckt dahinter ein ziemlich genauer Ablauf und sieben Wochen Arbeit. Die Teams sorgen dafür, dass zum Start alles passt und man sich vom ersten Badetag an einfach ins Wasser stürzen kann.
Nachdem die Eispolster entfernt und das altes Wasser abgelassen ist (siehe Bild oben), werden die Überlaufrinnen, Einlaufschächte und Beckenboden grundgereinigt – fehlt nur noch das frische Wasser.
Nachdem die Eispolster entfernt und das altes Wasser abgelassen ist (siehe Bild oben), werden die Überlaufrinnen, Einlaufschächte und Beckenboden grundgereinigt – fehlt nur noch das frische Wasser.
Nach den Wintermonaten müssen die Anlagen in den fünf Leipziger Sommerbädern erst einmal wieder „hochgefahren“ werden. Die Becken werden entleert, gereinigt und auf Winterschäden überprüft. Parallel dazu laufen die technischen Arbeiten an. Leitungen werden gespült, Filteranlagen geprüft, die Wasseraufbereitung Schritt für Schritt wieder in Betrieb genommen. Auch Duschen, Umkleiden und Wege werden gründlich gereinigt und instandgesetzt. Und natürlich wird die Wasserqualität regelmäßig vor und während der Saison durch die Sportbäder und das Gesundheitsamt kontrolliert.
Erste Handgriffe im Morgengrauen: Die Saisonkräfte entfernen die Eispolster, die in den Wintermonaten helfen, die Frostschäden im Becken zu reduzieren.
Das alles passiert oft parallel: Während am Beckenrand noch gereinigt wird, sind anderswo schon Techniker unterwegs oder die ersten Rasenflächen werden gemäht. Entsprechend viele Leute sind im Einsatz: Fachangestellte für Bäderbetriebe, Techniker, Rettungsschwimmer und Kassierer – alle packen mit an.
Zum Auftakt der Saison treffen sich die Saisonkräfte und Teamleiter aus allen fünf Freibädern im Schreberbad. Hier kommen neue Gesichter und „alte Hasen“ zusammen. Man lernt sich kennen, bespricht Abläufe und bekommt ein Gefühl dafür, wie der Sommer gemeinsam laufen soll.
Die Geschäftsführung und die Sommerbadleiter der Sportbäder stimmen die Saisonkräfte auf die Saison ein.
Für Yasmin ist das in diesem Jahr alles neu. Sie startet ihre erste Saison bei den Leipziger Sportbädern und wird im Sommerbad Kleinzschocher als Rettungsschwimmerin im Einsatz sein. Ganz unbekannt ist ihr der Beckenrand aber nicht: In Taucha hat sie bereits Erfahrung gesammelt, außerdem ist sie bei der DLRG aktiv und engagiert sich hier in der Rettungsschwimmerausbildung. Für sie passt der Sommerjob einfach: „Wieder das Hobby zum Nebenjob machen.“
Auch Marcel steht in diesem Jahr zum ersten Mal am Beckenrand in Stötteritz. Eigentlich arbeitet er im Büro, doch für den Sommer tauscht er Bildschirm gegen Wasserfläche. Warum er das macht, erklärt er ohne große Umschweife: „Kurzer Arbeitsweg und viel an der frischen Luft sein.“
Auf seinen Einsatz im Sommerbad Kleinzschocher freut sich auch Holger schon. Seit einem Jahr im Ruhestand, aber alles andere als im Stillstand. Schon zu DDR-Zeiten war er als Leistungsschwimmer unterwegs, auch heute ist er noch regelmäßig im Verein im Wasser. Die Arbeit als Rettungsschwimmer passt für ihn einfach – auch, weil er Bewegung, Verantwortung und seine Erfahrung verbinden kann: „Ich brauche das Wasser einfach.“ Mit dem Fahrrad ins Bad, ein paar Stunden am Beckenrand, zwischendurch selbst ins Wasser – für ihn genau die richtige Mischung.
Und auch am Eingang wird es bald wieder lebendig. Jeannette bereitet sich im Sommerbad Schönefeld auf ihre vierte Saison als Kassiererin vor. Sie weiß, was auf sie zukommt und freut sich genau darauf: „Immer mit neuen und verschiedenen Menschen in Kontakt zu bleiben, hält mich wach und fit!“
Noch ist es ruhig in den Freibädern. Genau diese Zeit nutzen die Teams der Leipziger Sportbäder für die intensive Vorbereitung. In den Wochen vor dem Start werden Abläufe abgestimmt, Anlagen geprüft und letzte Handgriffe erledigt. Wenn sich Mitte Mai die Tore öffnen, ist das Ergebnis sichtbar: glasklares Wasser, gepflegte Anlagen und ein Badebetrieb, der bereit ist für einen lebendigen Sommer.
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