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Spatenstich für zehn Hektar großen Solarpark in Sachsen-Anhalt

Freitag, 3. Juli 2026

Rodleben. Die Energiewende in Mitteldeutschland macht weiter Fortschritte: Die Leipziger Stadtwerke bauen in Rodleben (Sachsen-Anhalt) einen zehn Hektar großen Solarpark mit einer Spitzenleistung von 12,1 Megawatt-Peak (MWp). Der heutige Spatenstich markiert den offiziellen Baubeginn der Photovoltaik-Anlage mit 16.800 PV-Modulen. Die Leipziger Stadtwerke investieren sieben Millionen Euro in den Solarpark und wollen so den nahegelegenen Biopharmapark Dessau-Roßlau ab Frühjahr 2027 mit Ökostrom versorgen.

Der Solarpark kann mehr als 12.200 Megawattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Das entspricht dem Stromverbrauch von etwa 3.500 durchschnittlichen Haushalten. Durch die gewonnene erneuerbare Energie werden jährlich mehr als 3.100 Tonnen CO2-Äquivalent vermieden.

Investition in die Zukunft

Kooperationspartner der Leipziger Stadtwerke ist die Technik-Energie-Wasser Servicegesellschaft mbH (TEW) als Infrastrukturdienstleister des Biopharmaparks mit den Standortpartnern IDT Biologika, Merz Pharma, Medac, Merz Aesthetics sowie Ceva. Über einen langfristigen PV-Stromliefervertrag (sog. Power Purchase Agreement) sichert sich die TEW CO2-freie Energie zu langfristig stabilen Konditionen.

„Die Anlage ist ein wichtiger Baustein unserer langfristigen Standortstrategie. Neben dem Ausbau erneuerbarer Energien stehen für uns vor allem die Versorgungssicherheit und die langfristige Preisstabilität für die am Standort ansässigen Unternehmen im Mittelpunkt. Die regionale Stromerzeugung schafft eine verlässliche Grundlage für nachhaltiges Wachstum“, sagt TEW-Geschäftsführer Frank Föhrigen.

Die Leipziger Stadtwerke haben große Erfahrung beim Bau von PV-Anlagen im industriellen Umfeld und sind in Mitteldeutschland, insbesondere in Sachsen-Anhalt, seit Jahren präsent und erfolgreich. Im März 2023 wurde eine 9,2 MWp große PV-Anlage in Betrieb genommen, die einen der weltweit führenden Verpackungsspezialisten – SIG in Wittenberg – verlässlich mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt. „Mit unserer Expertise beim Bau von PV-Anlagen im Megawatt-Maßstab unterstützen wir Industrie und Kommunen aktiv bei der Dekarbonisierung ihrer Infrastruktur. Darüber hinaus beraten wir Unternehmen bei der Transformation ihrer Prozesse hin zur Treibhausgasneutralität“, sagt Stephan Klan, Leiter Energiedienstleistungen bei den Leipziger Stadtwerken.

Bau einer 4,6 Kilometer langen Kabeltrasse

Der Bau des Solarparks erfordert die Errichtung einer Direktleitung vom Solarpark zum Biopharmapark mit einer Gesamtlänge von rund 4,6 Kilometern. Dabei werden unter anderem eine zweigleisige ICE-Trasse sowie eine Werksbahnlinie gekreuzt. „Der Genehmigungspfad für eine solche Anlage ist komplex und erfordert sowohl Erfahrung als auch einen langen Atem. Umso mehr freut es uns, nun die Arbeiten auf der Fläche beginnen zu können“, sagt Martin Schneidewind, Projektleiter bei den Leipziger Stadtwerken.

Verantwortet wird die Planung, Beschaffung und Errichtung der PV-Anlage von der TEAG Solar GmbH aus Erfurt. „Der Solarpark Rodleben ist nach Tollwitz in Sachsen-Anhalt und Oberschöna in Sachsen bereits das dritte Projekt dieser Größenordnung, das wir gemeinsam mit den Leipziger Stadtwerken realisieren. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus den bisherigen Vorhaben führen wir auch hier fort. Unser Anspruch ist eine verlässliche Umsetzung mit hohen Qualitätsstandards sowie Termin- und Kostensicherheit“, sagt Martin Harlaß, EPC-Vertriebsleiter der TEAG Solar GmbH.

Der zwischen Leipzig und Berlin liegende Biopharmapark entwickelt und produziert bereits seit 1921 Impfstoffe. Heute ist der Standort ein weltweit agierendes Zentrum der Pharma- und Biotechnologie. Der Biopharmapark bietet etwa 2.200 Arbeitsplätze und ist auf Wachstumskurs.