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Lokale Fernwärme-Unterbrechung: Mögliche Dampfentwicklung durch Heißwasser-Entleerung

Donnerstag, 28. Mai 2026

Ab Ende dieser Woche kommt es – wie bereits bekanntgegeben – in den Leipziger Stadtbezirken Mitte und Süd zur lokalen Fernwärme-Unterbrechung. Die Arbeiten sind notwendig, um das Gebiet weiterhin zuverlässig in einem wachsenden und zukunftsfähigen Netz mit Fernwärme versorgen zu können.

Dazu ist es erforderlich, vom 31. Mai bis 5. Juni Fernwärme-versorgte Gebäude von einer zentralen Leitung zu trennen. In einem der ersten Schritte wird dabei heißes Wasser aus dem bestehenden Fernwärme-Netz in Mischwasserschächte geleitet, mit Kaltwasser heruntergekühlt und in die Kanalisation geleitet. Dieser Prozess ist erprobt und unbedenklich.

Je nach Wetterlage und Temperaturgefälle kann es bei diesem Prozess zur Bildung von Wasserdampf kommen, der möglicherweise aus speziellen Entleerungspunkten der Netz Leipzig in der Bernhard-Göring-Straße, Alfred-Kästner-Straße, Fichtestraße und Arno-Nitzsche-Straße austreten kann. Die Mitarbeiter der Netz Leipzig haben diese Entleerungspunkte im Blick.

Bevor an einer Fernwärmeleitung gearbeitet werden kann, muss der betroffene Abschnitt sicher außer Betrieb genommen, abgekühlt und entleert werden. Dabei werden große Wassermengen kontrolliert aus dem System abgelassen und später wieder eingefüllt. Genau diese Vorbereitung ist notwendig, damit die Leitungen geöffnet, geprüft und bearbeitet werden können. „Was oberirdisch nach Baustelle aussieht, ist unterirdisch präzise Teamarbeit für eine zuverlässige Wärmeversorgung. Fernwärmeleitungen unterliegen strengen technischen Normen. Deshalb geht es darum, kontrolliert, sicher und zuverlässig zu arbeiten, damit die Wärmeversorgung langfristig stabil bleibt“, sagt Tim Burghardt, Projektleiter der Leipziger Stadtwerke.

Fernwärme ist Teamarbeit

Arbeiten an Fernwärmeleitungen sind komplex und greifen an vielen Stellen ineinander. „Unsere Kollegen der Netz Leipzig planen, koordinieren und begleiten die Maßnahme — vor Ort braucht es zusätzlich erfahrene Partner, die Tiefbau, Rohrleitungsbau, Absicherung, Technik und Logistik zuverlässig umsetzen. Jeder Schritt muss sitzen: von der Vorbereitung der Baustelle über das Freilegen der Leitungen bis hin zum Öffnen, Prüfen, Reparieren und Wiederbefüllen. Damit das sicher und effizient funktioniert, arbeiten alle Beteiligten eng zusammen“, so Burghardt.

Betroffen von der lokalen Fernwärme-Unterbrechung sind Häuser in einzelnen Straßen der Stadtteile Zentrum Süd, Zentrum Südost, Südvorstadt und Connewitz, Marienbrunn sowie in Teilen von Lößnig und Dölitz-Dösen. Die Trinkwasserversorgung bleibt uneingeschränkt gewährleistet. Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Geschirrspüler funktionieren in der Regel weiterhin, da sie Wasser selbst erhitzen.

Fernwärme ist ein geschlossenes Kreislaufsystem

Zum Hintergrund: Leipzigs Fernwärmenetz ist ein geschlossener Kreislauf. Fernwärme wird in Form von 110 bis 120 °C heißem Wasser von der Wärmeerzeugungsanlage über gut gedämmte Rohre zu den angeschlossenen Gebäuden geführt. Die Fernwärme wird in der Regel unterirdisch im Keller eines Hauses angeliefert. Ein Wärmeüberträger überträgt die Wärmeenergie aus dem heißen Fernwärmewasser auf das Heizungswasser des Hauses, das zu den Raumheizkörpern führt. Das abgekühlte Fernwärmewasser fließt danach wieder zurück zur Wärmeerzeugungsanlage.

Grundsätzlich gilt: Das Fernwärmewasser hat keine Verbindung zum Trinkwasser im Haus. Es handelt sich um hydraulisch voneinander getrennte Systeme.

Alle Informationen auf einen Blick

Für alle Anwohner der Leipziger Stadtbezirke Mitte und Süd, die sich nicht sicher sind, ob sie betroffen sind: Die Leipziger Stadtwerke haben auf der Website www.L.de/fernwaerme-umbau einen Adressenfinder eingebettet, der zur Betroffenheitsprüfung und Orientierung dient. Eine verbindliche Auskunft erhalten Mieter von ihrem Vermieter, Hauseigentümer oder ihrer Hausverwaltung.

Informationen rund um die Baumaßnahme und zu den Hilfsangeboten der Leipziger Stadtwerke sind in einem Fragen-Antworten-Katalog auf www.L.de/fernwaerme-umbau zusammengestellt. Gern beantworten die Leipziger Stadtwerke Fragen auch persönlich. Sie sind montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr unter der kostenfreien Nummer 0341 121-5965 erreichbar.