Vom Klärschlamm zum Rohstoff Phosphor
Deshalb setzen die Leipziger Wasserwerke schon jetzt auf eine neue Prozesskette. „Der Überschussschlamm unserer Kläranlage wird bereits seit 2023 in eine Spezialanlage in Bitterfeld gebracht und dort in einer eigens von einem Dienstleister gebauten Monoverbrennungsanlage behandelt. Das bedeutet: Es wird ausschließlich Klärschlamm verschiedener Kommunen verbrannt, kein anderer Abfall. Dadurch entsteht eine reine Klärschlammasche, in der der Phosphor in hochkonzentrierter Form enthalten ist“, erklärt Daniel Jentzsch, Leiter von Leipzigs größtem Klärwerk im Rosental. In einem weiteren Schritt soll aus dieser Asche der Phosphor zurückgewonnen und als nutzbarer Rohstoff aufbereitet werden. Aktuell wird gemeinsam mit spezialisierten Partnern die dafür notwendige Recyclinganlage errichtet. Diese soll noch vor 2029 in Betrieb gehen. Ulrich Meyer: „Wir haben uns frühzeitig auf den Weg gemacht. Vom Klärschlamm zum Rohstoff setzen wir künftig eine durchgängige Prozesskette um.“
Was Phosphorrecycling der Gesellschaft im Allgemeinen bringt, lesen Sie im Blog: Was Phosphorrecycling uns allen bringt