Fürs Gemeinwohl in Leipzig: Ein Parlament, viele Stimmen, zahlreiche Gewinner
von Simone Liss | 08.12.2025
von Simone Liss | 29.01.2026
Auf Facebook gibt es immer wieder gefälschte Profile von öffentlichen Stellen, kommunalen Unternehmen oder prominenten Personen. Auch die Leipziger Gruppe ist davon betroffen. Woran man falsche Profile erkennt und wie man sich gegen sie wehrt, lesen Sie hier.
Auf Social Media gibt es immer wieder Fake-Profile von öffentlichen Stellen, kommunalen Unternehmen oder prominenten Personen.
Auf Social Media gibt es immer wieder Fake-Profile von öffentlichen Stellen, kommunalen Unternehmen oder prominenten Personen.
Ob Polizei, Feuerwehr, Stadtverwaltung, Sparkasse, Verfassungsschutz, öffentlich-rechtliche Medien oder kommunale Unternehmen wie die der Leipziger Gruppe: Die Verbraucherzentralen warnen regelmäßig vor betrügerischen Social-Media-Profilen, die den Eindruck erwecken, sie stammten von öffentlichen Stellen oder kommunalen Unternehmen. Kriminelle geben sich beispielsweise auf Instagram und Facebook als Finanzdienstleister oder öffentliche Stelle aus und werben unter anderem mit gefälschten Anlageprodukten. Über WhatsApp-Gruppen und scheinbar seriöse Handelsplattformen bauen sie über Wochen Vertrauen auf und erbeuten das Geld oder Daten ihrer Opfer. Zunehmend würden Kriminelle auch prominente Persönlichkeiten in gefälschten Accounts auftreten lassen, um Vertrauen und Seriosität vorzutäuschen.
Die Verbraucherzentralen raten zu besonderer Vorsicht bei Profilen mit auffälligen Schreibweisen im Namen oder fehlenden Informationen. Warnsignale seien auch überzogene Gewinnversprechen oder Aufforderungen, Geld auf unbekannte Konten zu überweisen.
Auffälliger Profilname
Der Name weicht nur minimal vom Original ab (zum Beispiel zusätzliche Punkte, Unterstriche, Zahlen oder Domains wie „.info“). Häufig wirken diese Namen „fast richtig“, sind es aber nicht.
Unstimmiges Profilbild oder gefälschte Grafiken
Logos oder Bilder sehen unscharf, verzerrt oder leicht verändert aus. Oft werden offizielle Motive kopiert, aber in schlechter Qualität oder ohne klaren Zusammenhang genutzt.
Unklare oder leere Profilinformationen
Bio, Beschreibung oder Impressum fehlen, sind sehr allgemein gehalten oder enthalten große Versprechen ohne konkrete Informationen. Verlinkte Seiten wirken kryptisch oder haben keinen klaren Bezug.
Ungewöhnliche Account-Historie
Der Account existiert erst seit kurzer Zeit, hat wenige eigene Beiträge oder zeigt sprunghafte Inhalte ohne erkennbares Thema.
Auffälliges Follower- und Interaktionsverhalten
Viele Follower, aber kaum echte Interaktionen. Kommentare bestehen oft nur aus Emojis oder sehr allgemeinen Aussagen. Follower-Profile wirken selbst leer oder zufällig erstellt.
Unpersönliche oder fehlerhafte Nachrichten
Nachrichten sind sehr allgemein formuliert, enthalten Rechtschreibfehler oder enthalten keine direkte Ansprache. Oft fehlt ein klarer Bezug oder Kontext zum angeschriebenen Profil.
Druck, Dringlichkeit oder unrealistische Versprechen
Typische Maschen sind Zeitdruck („antworte sofort“), Drohungen oder übertriebene Versprechen wie schnelle Gewinne oder exklusive Vorteile ohne nachvollziehbare Grundlage.
Betroffene sollten Fake-Profile bei der Betreiber-Plattform melden, die Kommunikation abbrechen und im Zweifel Anzeige bei der Polizei erstatten.
Das Oberlandesgericht München stellte fest und erinnerte Meta daran, dass Fake-Profile nicht nur gegen die Community-Richtlinien ihrer Plattform, sondern auch gegen das Persönlichkeitsrecht der Nachgeahmten verstoßen. Der Tech-Gigant muss auf Reports mit Löschungen reagieren. Auch unter Geltung des Digital Services Act kann eine Social Media-Plattform zur Löschung von Fake-Profilen in Anspruch genommen werden, sagt das OLG München. Meta wurde dazu verurteilt, diverse Profile zu entfernen, die unter falschem Namen und Profilbild einen anderen Nutzer nachahmten (sogenannte Fake-Profile). Der Konzern ist auch in Zukunft dazu verpflichtet.
In Hanau hatte im vergangenen Jahr ein Fake-Account des Oberbürgermeisters Claus Kaminsky (SPD) für Aufsehen gesorgt. Das Profil „clauskaminsky1“, später „clauskaminskya“, gab sich laut Verbraucherzentrale Hessen als offizieller Auftritt des Stadtoberhaupts aus und lockte Nutzer in angebliche WhatsApp-Investitionsgruppen. Dort sollten gegen Zahlungen Tipps für Geldanlagen weitergegeben werden.
Schutz der eigenen Profile vor Cyber-Angriffen
Digitaler Identitätsdiebstahl hat viele Gesichter. Wenn sich Kriminelle im Internet als eine andere Person ausgeben, kann das schwerwiegende Folgen haben – von finanziellen Schäden über Rufschädigung bis zu strafrechtlichen Konsequenzen. Damit es so weit nicht kommt, sollte man Cyberkriminellen möglichst viele Steine in den Weg legen.
Sichere Passwörter verwenden
Lange, individuelle Passwörter nutzen und diese nicht für mehrere Konten gleichzeitig einsetzen.
Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
Eine zusätzliche Sicherheitsabfrage schützt Konten auch dann, wenn Zugangsdaten kompromittiert wurden.
Persönliche Daten nicht leichtfertig weitergeben
Sensible Informationen sollten weder per Direktnachricht noch über externe Links oder Formulare übermittelt werden.
Vorsicht bei Links und Anhängen
Verdächtige Links oder Dateien sollten nicht geöffnet werden, wenn die Absender nicht eindeutig verifizierbar sind.
Umfeld sensibilisieren
Der Austausch mit Familie, Freundeskreis oder Kolleginnen hilft, Betrugsmaschen frühzeitig zu erkennen und Schaden zu vermeiden.