Anna sorgt dafür, dass das Wasser läuft
von Redaktion | 08.05.2025
von Julia Helwing | 12.01.2026
Donnerstagabend, Anfang Januar im Leipziger Westen. Nach dem Abendessen läuft alles seinen gewohnten Gang: Händewaschen, Wasserkocher einschalten, kurz noch das Glas auffüllen und plötzlich kommt kein Wasser mehr aus dem Hahn!
Witterungsbedingter Rohrbruch in Leipzig-Lindenau: Entstörungsteam und Baufirma kümmern sich um die havarierte Trinkwasserleitung
Witterungsbedingter Rohrbruch in Leipzig-Lindenau: Entstörungsteam und Baufirma kümmern sich um die havarierte Trinkwasserleitung
Auch am Wochenende oder nachts: Unsere Vertragsfirmen sind verlässliche Partner bei der schnellen und fachgerechten Schadensbehebung in Havariefällen.
Solche Momente sind in Leipzig und Umgebung zum Glück sehr selten. Leitungshavarien kommen in Leipzig und der Region etwa 500-mal im Jahr vor, etwa aufgrund von Witterungsbedingungen, stark befahrener Straßen über den Leitungen oder aufgrund von Materialermüdung. Bei einem Netz von mehr als 3.600 Kilometern Länge ist dies ein geringer Wert. Dennoch sind die Leipziger Wasserwerke für solche Ausnahmesituationen mit ihrem Havariemanagement vorbereitet.
Auch am Wochenende oder nachts: Unsere Vertragsfirmen sind verlässliche Partner bei der schnellen und fachgerechten Schadensbehebung in Havariefällen.
Der Entstörungsdienst der Leipziger Wasserwerke ist telefonisch 24 Stunden erreichbar
Grundlegend unterscheiden wir zwischen geplanten Baumaßnahmen und unvorhergesehenen Havarien:
Der Entstörungsdienst der Leipziger Wasserwerke ist telefonisch 24 Stunden erreichbar
Doch wie können Anwohner in einer solchen Ausnahmesituation handlungsfähig bleiben? Schon kleine Maßnahmen helfen, während wir schon an der Wiederherstellung der Versorgung arbeiten.
Auch ein ausreichender Trinkwasservorrat gehört zur Selbstvorsorge | Adobe Stock, #241237896
Über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt es praktische Checklisten zur Selbstvorsorge in Krisen. Neben Nahrungsmittelvorräten oder technischer Ausstattung wird auch ein Wasservorrat empfohlen. Etwa 2 bis 3 Liter Reserve pro Person und Tag zum Trinken und Kochen sollten Haushalte vorhalten. Bei Flaschenwasser sollte aufgrund einer möglicherweise längeren Lagerung Glas den Vorrang bekommen. Für Toilettenspülung oder Gießwasser können auch Wasserreste aus Gießkannen oder Badewannen genutzt werden.
Übrigens: Rohrbrüche sind statistisch gesehen nicht nur ein Winterphänomen, in der warmen Jahreshälfte kann es zum sogenannten „Sommerfrost“ kommen. Wobei Rohrbrüche eigentlich nicht durch Frost, sondern durch Bewegung entstehen: Der Boden arbeitet – im Winter durch Gefrieren, im Sommer durch Austrocknung oder lokale Abkühlung. Diese kaum sichtbaren Veränderungen setzen Leitungen unter Spannung. Sind sie gealtert oder zusätzlich belastet, reicht oft ein minimaler Impuls für den Schaden. Deshalb setzen wir ganzjährig auf vorausschauende Überwachung und schnelles Havariemanagement, um größere Folgeschäden zu vermeiden.